Berufserfahrung im Detail
Die ausführliche Fassung des Werdegangs. Wer es kürzer mag, findet die Übersicht im Lebenslauf.
Vollständige Unterlagen — Lebenslauf mit Kontaktdaten, Zeugnisse und Zertifikate als PDF — gern auf Anfrage über das Kontaktformular (Haken „Zugang zu den Unterlagen" setzen).
Berufliche Stationen
07/2022 — heute
System Engineer, Datacenter & CloudAktuell
TeleData GmbH, Friedrichshafen · Bereich Datacenter & Cloud
Betrieb und Weiterentwicklung der Plattformen, auf denen die Kundendienste eines regionalen Netzbetreibers laufen: Virtualisierung an zwei Standorten, Storage über mehrere Standorte, dazu Mail, DNS und Webhosting — in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum, angelehnt an den Tier-Level-3-Standard. Anders als in einer Firmen-IT trifft eine Störung hier nicht einen Arbeitsplatz, sondern viele Kunden gleichzeitig — entsprechend laufen Änderungen über Staging-Systeme, Wartungsfenster und dokumentierte Verfahren.
Virtualisierung
- Betrieb der OpenNebula-Plattform mit redundanten Controllern und mehreren Dutzend KVM-Hypervisoren an zwei Standorten
- Betrieb mehrerer VMware-Cluster parallel dazu
- Betrieb mehrerer Proxmox-VE-Cluster
- Dedizierte Staging-Hosts an beiden Standorten — Updates und Änderungen gehen dort durch, bevor sie produktiv werden
- Bereitstellung, Anpassung und Rückbau von Instanzen im laufenden Betrieb
- Fehlersuche auf Hypervisor-Ebene, wenn eine Instanz sich nicht wie erwartet verhält
Migrationen zwischen Plattformen
- Migration einer Kundenumgebung von VMware auf Proxmox, gemeinsam mit dem Kunden geplant und durchgeführt
- Migrationen von OpenNebula nach VMware und in der Gegenrichtung von VMware nach OpenNebula
- Plattformwechsel gehören damit zum Handwerk, nicht zur Ausnahme
Storage
- Betrieb mehrerer NetApp-Cluster über mehrere Standorte als Grundlage für Virtualisierung und Dienste
- Anlage und Erweiterung von Volumes und Exporten
- Snapshot- und Sicherungskonzepte sowie Wiederherstellung im Bedarfsfall
Mailplattform
- Betreuung und Weiterentwicklung des Mailclusters mit einer fünfstelligen Zahl an Postfächern
- Zustellbarkeit sichern: SPF, DKIM und DMARC, Pflege der Reputation, Umgang mit Blocklisten
- Analyse von Zustellproblemen anhand der Logs, von der Annahme bis zur Übergabe an den Zielserver
Monitoring und Automatisierung
- Betrieb von Icinga als Überwachungsplattform, mit Master und Satelliten in den einzelnen Netzen
- Automatisierung der Umgebung über Puppet, Konfiguration als Code statt als Handgriff
- Aufbau und Pflege der Prüfungen, damit eine Störung auffällt, bevor Kunden sie melden
DNS und Webhosting
- Betrieb und Pflege der DNS-Infrastruktur, Zonenverwaltung und Delegationen
- Betrieb der Webhosting-Plattform
Betrieb
- Rufbereitschaft in drei Stufen — primär, sekundär und tertiär —, etwa viermal im Jahr
- Update- und Patchstände der Plattformen, geordnete Wartungsfenster
- Analyse und Behebung von Störungen im 3rd-Level-Support, Dokumentation von Systemen und Verfahren
- Mitarbeit an Entscheidungsvorlagen und Konzepten
04/2020 — 06/2022
Manager IT-Infrastruktur
Michael Bauner Consulting Services, Friedrichshafen
Alleinige Verantwortung für die gesamte IT zweier Firmen an mehreren Standorten — vom Netzplan über die Server bis zum Arbeitsplatz des einzelnen Mitarbeiters.
Management mehrerer Netzwerke an verschiedenen Standorten für zwei Firmen
- Aufbau, Betreuung und Erweiterung der bestehenden Infrastruktur (WAN, LAN, WLAN)
- Neuaufbau einer kompletten IT-Infrastruktur an einem neuen Firmenstandort
- Installation und Betrieb der Firewalls an den Standorten (Endian und pfSense)
- Implementierung der Netzwerk- und Client-Sicherheit (VPN/OpenVPN, Virenschutz/AVAST, Verschlüsselung/LUKS & BitLocker, ReverseProxy/NGINX, Passwortverwaltung/KeePass & Bitwarden)
- Dienste-Virtualisierung (Proxmox Virtual Environment)
- Monitoring der Server und Dienste (Zabbix)
- Erstellung und Implementierung einer Backupstrategie für Server und Clients (Bareos, Proxmox Backup Server)
- Rechteverwaltung aller User (LDAP/FreeIPA, Nextcloud, Firewall/Endian)
- Aktualisierung und Umstellung auf neue Hoster/Provider
- Installation, Konfiguration und technische Absicherung mehrerer WordPress-Auftritte (Backups, Updates, Sicherheitseinstellungen)
- Shopsysteme: Migration und Verfügbarkeitsüberwachung von PrestaShop, Mitbetreuung von Shopify, Konzeption neuer Shopstrukturen
- Planung, Konzeption, Installation und Betrieb des Produkts YourNextcloud+
Technische Unterstützung der Mitarbeiter
- Bereitstellung und Update/Upgrade von Hard- und Software
- Fehleranalyse bei auftretenden Problemen
- Migration von Windows auf Linux
- Virtualisierung von Windows-Only-Software (Photoshop, DATEV)
Programmierung
- Interne Tools (Bash, Python, HTML/CSS, PHP, jQuery)
- gRPC-/REST-API für ein eigenes KI-Produkt (Python, Tesseract, PyTorch)
08/2019 — 03/2020
Manager IT-Infrastruktur
Endpoint Protector GmbH, Friedrichshafen
Infrastrukturverantwortung und zugleich technischer Ansprechpartner für eine Data-Loss-Prevention-Software, mit direkter Leitung zum Hersteller in Rumänien.
Management mehrerer Netzwerke an verschiedenen Standorten für zwei Firmen
- Aufbau, Betreuung und Erweiterung der bestehenden Infrastruktur (WAN, LAN, WLAN)
- Implementierung der Netzwerk- und Client-Sicherheit (VPN/OpenVPN, Virenschutz/AVAST, Verschlüsselung/BitLocker, ReverseProxy/NGINX, Passwortverwaltung/KeePass)
- Dienste-Virtualisierung (Proxmox Virtual Environment)
- Monitoring der Server und Dienste (Zabbix)
- Erstellung und Implementierung einer Backupstrategie für Server und Clients (Bareos, Proxmox Backup Server)
- Rechteverwaltung aller User (LDAP/FreeIPA, Nextcloud, Firewall/Endian)
- Aktualisierung und Umstellung auf neue Hoster/Provider
- Einführung der Hochverfügbarkeit der zentralen Systeme — Verantwortung für alle Prozesse von der Recherche bis zur Einrichtung
Technische Unterstützung der Mitarbeiter
- Bereitstellung und Update/Upgrade von Hard- und Software
- Fehleranalyse bei auftretenden Problemen
Produktunterstützung der EndpointProtector Data Loss Prevention Software
- Initiale Schulung beim Hersteller in Rumänien
- Direkte Zusammenarbeit mit dem Entwicklungs-, Qualitätssicherungs- und Supportteam des Herstellers in Rumänien
- Bereitstellung, Inbetriebnahme und Integration in homogenen und heterogenen Netzwerken (Windows, macOS, Linux)
- Proof-of-Concept-Analyse und -Einrichtung
- Kundensupport bei Fragen, Problemen, Konfiguration und Inbetriebnahme
- Penetrationstests
- Betatests neuer Releases
06/2017 — 07/2017 und 01/2016 — 09/2016
Junior Netzwerk- und Data-Loss-Prevention-Spezialist
Endpoint Protector GmbH, Friedrichshafen
- Einstieg in Netzbetrieb und Produktsupport, zwischen den beiden Abschnitten lag das duale Studium
- Unterstützung bei Inbetriebnahme, Konfiguration und Kundensupport der DLP-Software
- Mitarbeit bei Proof-of-Concept-Aufbauten und Tests
08/2015 — 12/2015
Junior Administrator / Systemadministrator, Teilzeit
Endpoint Protector GmbH und Michael Bauner Consulting Services
- Erste Station: Anwendersupport, Clientbetreuung und Zuarbeit im Serverbetrieb
Ausbildung
08/2017 — 07/2019
Fachinformatiker für Systemintegration
Elektronikschule Tettnang, Ausbildungsbetrieb Endpoint Protector GmbH
- Abschlussprüfung der IHK Bodensee-Oberschwaben mit der Note gut (84 Punkte) bestanden
- Parallel Mitarbeit im laufenden Netz- und Serverbetrieb
10/2016 — 05/2017
Duales Studium Informationstechnik
DHBW, Praxispartner Endpoint Protector GmbH
- Ohne Abschluss beendet, anschließend Wechsel in die Ausbildung
Eigene Infrastruktur
Ein einziger Proxmox-VE-Host im Rechenzentrum trägt die gesamte Umgebung. Die Firewall läuft selbst als virtuelle Maschine darauf und hängt an zwölf getrennten Bridges — eine eigene je Dienst, nicht ein gemeinsames internes Netz. Fällt ein Dienst aus oder wird kompromittiert, bleibt der Rest davon unberührt.
Netzgrenze
vmbr0WAN — OPNsense als virtualisierte Firewall mit eigener Bridge je Dienst: Regelwerk und NAT, WireGuard für den Fernzugang, HAProxy als vorgelagerter Reverse Proxy- Zertifikate entstehen ebenfalls auf der Firewall: Der ACME-Client fordert sie an, verlängert sie und legt sie für HAProxy bereit
- Für den Besitznachweis setzt er per nsupdate einen Eintrag in die Zone auf
auth00— damit genügt der DNS-01-Weg und es braucht keinen von außen erreichbaren Webserver - Erreichbar von außen ist ausschließlich, was erreichbar sein muss
Netze und Maschinen
| Bridge | Zweck | Maschinen |
|---|---|---|
vmbr1 |
JUMP | srvjump00 |
vmbr2 |
DNSAUTH | auth00 |
vmbr3 |
PUPPET | puppet00, puppetdb00, fmproxy00, pgsql00, client00 |
vmbr4 |
MIRROR | mirror00 |
vmbr5 |
GIT | gitlab00 |
vmbr6 |
HOSTING | web00, mysql00 |
vmbr7 |
METRICS | grafana00, influxdb00 |
vmbr8 |
MAILCOW | mailcow00 |
vmbr9 |
MONITORING | icinga00 |
vmbr10 |
MEDIA | jellyfin00 |
vmbr11 |
VAULTWARDEN | vaultwarden00 |
vmbr12 |
BACKUP | bareos00 |
Was dort läuft
- Jumpserver als einziger SSH-Einstiegspunkt; kein Dienst nimmt Verwaltungsverbindungen direkt aus dem Internet entgegen
- BIND 9 als autoritativer Hidden Primary, nach außen nicht sichtbar und in keiner NS-Delegation aufgeführt; Zonenverteilung über Catalog Zones, Übertragung per AXFR an Slaves bei einem externen Hoster, durchgehend DNSSEC-signiert
- HAProxy und ACME auf der Firewall: HAProxy nimmt die Verbindungen entgegen und verteilt sie an die Dienste, der ACME-Client fordert die Zertifikate an und verlängert sie. Der Besitznachweis läuft über DNS-01, den nötigen Eintrag setzt die Firewall per nsupdate in die Zone auf
auth00 - Puppet, PuppetDB, Foreman Proxy und PostgreSQL für Konfiguration als Code, dazu ein Testknoten für neue Manifeste
- GitLab für Puppet-Module, Hiera-Daten und eigene Projekte
- Webhosting mit getrenntem Webserver und Datenbankserver
- mailcow als Mailserver für die eigenen Domains inklusive Spamfilter, SPF, DKIM und DMARC
- Vaultwarden als selbst gehostete Passwortverwaltung
- Icinga 2 als Master mit Agent auf jeder Maschine: über fünfzig Prüfklassen aus einem eigenen Puppet-Modul, jede mit Handlungsanweisung direkt am Alarm. Benachrichtigung gestaffelt nach Dringlichkeit über Mail und Push, Messdaten nach InfluxDB, dargestellt in Grafana
- Bareos als Sicherung: Jeder Host meldet seine Sicherungskonfiguration über Puppet an, der Director sammelt sie ein — eine neue Maschine ist im Backup, sobald sie in der Verwaltung steht. Die Jobergebnisse laufen über die Icinga-API zurück ins Monitoring; bleibt eine Sicherung aus, meldet sich der Server von selbst
- Zentrale Protokollsammlung mit Loki und Alloy: jeder Host schickt sein systemd-Journal an einen eigenen Server, durchsuchbar in Grafana neben den Messwerten. Die Etiketten sind bewusst auf vier begrenzt — jedes weitere vervielfacht die Zahl der Zeitreihen
- fail2ban auf jedem Host, je Dienst konfiguriert: die Firewall sieht auf Netzebene nur eine gültige Verbindung, nicht dass es der tausendste Anmeldeversuch ist
- Nextcloud als eigene Dateiablage, Konfiguration über
occstatt über eine von Puppet geschriebene Datei — die Anwendung bleibt Herr ihrer eigenen Einstellungen - Debian-Paketspiegel über apt-mirror, Jellyfin als Medienserver
Die vollständige Topologie mit allen Netzen und Diensten steht auf der Startseite.